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22. März 1945 – Hauptmann Maßberg geht als Parlamentär zu den Amerikanern

Herr W. Arendt aus Buchholz i. d. Nordheide sendete uns diesen Augenzeugenbericht vom Cousin seiner Mutter. Leider kann seine 99jährige Mutter keine weiteren Angaben zur Familiegeschichte mehr geben. Auch sind keine weiteren Unterlagen vorhanden. Wie schreibt Herr Arendt treffend „… So bleibt der Bericht wohl eine Randnotiz der Geschichte …“ Lesenswert ist er auf jeden Fall.

Hintergrund (Quelle: wikipedia.de)

Am 7. März 1945 gegen 11 Uhr vormittags erreichte eine kleine Vorhut der 9. US-Panzerdivision die völlig intakte Ludendorff-Brücke (Brücke von Remagen). Innerhalb der nächsten 24 Stunden überquerten 8.000 US-Soldaten den Rhein in Richtung Ostufer. Am 10. März erfolgte ein deutscher Gegenangriff des LXVII. Armeekorps, der aber zu schwach war, um noch Erfolg zu haben.

Die Amerikaner konnten den Brückenkopf ausbauen. Das deutsche Artillerie-Regiment 272 leistete erbitterten Widerstand, konnte aber den Vormarsch der US-Armee ins Wiedbachtal nicht verhindern. Eine chronologische Auflistung der Ereignisse kann man auf der Internetseite Lexikon der Wehrmacht nachlesen.

Wir vermuten, dass es sich bei dem von Herrn Maßberg erwähnten „Kloster Waldbreitbach“ um das Waisenhaus (ehemals Kinderkurheim, Neuwieder Straße) handelt. Siehe auch Bericht von Liesel Kappes unter März 1945 – Kriegsende in Waldbreitbach

Maßberg 1 001_klA Zum Bericht_Hauptmann_Massberg oder einfach auf das Bild klicken.

 

Schwein gehabt – Menschen und ihre Tiere

Mit dem Motorrad unterwegs

 

 

Damals wie heute – Kirmes in Waldbreitbach

Weitere Bilder unter der Rubrik Junggesellen.

Zauberhafte Nacht im Wiedbachtal.

Tausende bestaunten das prachtvolle Feuerwerk in Waldbreitbach

-z- WALDBREITBACH. Wie die Waldbreitbacher es fertig bekamen, der am Samstagnachmittag aufziehenden Gewitterwand beizubringen, daß sie sich mit Rücksicht auf das Feuerwerk verziehen möge, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber sie hatten es wirklich verdient, daß sich abends ein prachtvoller Sternenhimmel über das romantische Wiedtal spannte, während viele Tausende von Einheimischen und Kurgästen aus der weiten Umgebung zu dem schönen Kurort pilgerten, der mit seinem traditionellen Brillantfeuerwerk seine Kirmes eröffnete.

Keiner wurde enttäuscht. Im Gegenteil, wir hörten nur Anerkennung dafür, daß Waldbreitbach seinen Gästen eine so zauberhafte Nacht zu bieten vermochte. Mit Beginn der Dunkelheit formierte sich der Fackelzug. Als die Burschen mit ihren Pechfackeln und die Kinder mit den Lampions unter den Klängen des großen Spielmannszuges und der Blaskapelle durch den Ort marschierten, gefolgt von Hunderten von Schaulustigen, erstrahlten alle Häuser in festlicher bengalischer Beleuchtung. An zahlreichen Plätzen drehten sich zum Gruß die sprühenden Feuerräder und hoch über allem leuchtete der Kranz am Kirmesbaum. Dann strömten alle hinunter zum Wiedufer, während drüben in den hohen Waldbergen viele bengalische Lichter aufleuchteten, und der Ort von der Rückseite her mit den tausend roten Lichtern auf den Fensterbänken, den im magischen Licht erstrahlenden alten Fachwerkhäusern und den mit den Lampions geschmückten Gaststätten einen wundervollen Anblick bot.

Dann stiegen – von vielen „Aaahs“ und „Oohs“ begrüßt – die ersten Raketen vom Wiedufer in den Nachthimmel. Die donnernden Kanonenschläge wurden in vielfachem Echo von den Bergwänden zurückgeworfen und verklangen wie ein Rauschen bergauf, bergab. Herrliche Sterne, wundervoller Goldregen, neuartige kreisende Raketen stiegen pausenlos auf. Auf hohen Gestellen über dem Ufer drehten sich silberne Räder, leuchteten prachtvolle Sterne, und zum Abschluß rauschte ein Wasserfall von der Brücke in die silberglänzende Wied. Es war ein Feuerwerk, wie wir es selten in unserem Heimatbereich in solch stimmungsvoller Landschaft erlebten.

Quelle: Rhein-Zeitung 17.08.1953

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